Der Erbe und letzte Patron
Der 1904 nachfolgende Patron, Enkel Alfred Kiepert, war der
Landwirtschaft
Er hatte als Rittmeister der preußischen Armee andere
Interessen.
1929 kam das verschuldete „Rittergut", mit Ausnahme bereits
verkaufter
Ländereien, grundbuchmäßig in den Besitz der Stadt Berlin und
wurde
Alfred Kiepert verließ Marienfelde, das inzwischen in
Groß-Berlin
eingemeindet war. Die Kirchengemeinde sicherte ihm zu: „Das
Begräbnis für sich und seine Familie in der Kirche bzw. auf
bevorzugtem Platze an der Kirche ist ihm gewährt, obwohl der
Kirchhof als solcher seit 1889 für Begräbnisse geschlossen
ist."
Davon wurde auch Gebrauch gemacht: 1934 Hedwig Kiepert,
die Witwe des bereits 1889 im Alter von 39 Jahren verstorbenen
Sohns Otto; 1952 Alfred Kiepert, der letzte Gutsbesitzer;
1955 Alfreds Bruder Rudolf Kiepert (beide still!).
Über Alfred Kiepert ist bekannt, dass er dann in der Prignitz
Fretzdorf,
Rossow und Herzsprung erwarb. (1945 enteignet)
Er verstarb 1942 in Zürich (Schweiz).
Seine Gebeine wurden 1952, d. h. nach dem Zweiten Weltkrieg,
auf die
Marienfelder Familiengrabstätte umgebettet.
Auf dem schlichten Grabmal dieses Mannes sind auch die
Lebensdaten
seines ältesten Sohnes angegeben:
„Hans-Hellmuth Kiepert 13.2.1913 -+ 20.4.1945 als Soldat".
Der Todestag war Hitlers Geburtstag und kurz vor dem Eindringen
der Roten Armee in Berlin.
Der Todesort ist nicht bekannt, wohl aber, dass er von einem
Unteroffizier erschossen wurde, weil er Zweifel am „Endsieg"
äußerte.