Geschichte Online-Text 1: Adolf Kieperts Bedeutung für Marienfelde und darüber hinaus - Teil 8:  Das Gedenken an Kiepert
Text: Hans-Werner Fabarius, 2010 - aufbereitet von gtp, 2014

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Das Gedenken an Kiepert



Laut Sterberegister 1847 wurde Adolf Kieperts erstgeborener Sohn

nur 1 1/2 Stunden alt.


Drei Jahre später starb die zweijährige Tochter.

Beide sind in der Kirche bestattet und erhielten das klassizistische
Grabmal im Chorraum.


Seit 1862 ruhen Mitglieder des Hauses Kiepert an der Südseite der Kirche:
- 1862 Kieperts Pflegesohn Hugo Mannigel;
- 1864 Kieperts Mutter Henriette Kiepert;
- 1889 der früh verstorbene Sohn Otto Kiepert.


- Der Gutsherr Adolf Kiepert folgte 1892.



Seine Witwe machte eine Stiftung in Höhe von 1.500 Mark für Gutsarbeiter
„zur Bezahlung der Grabstellen auf dem neuen Kirchhof“ (Marienfelder
Allee!), und stiftete 1896 aus Anlaß des 50jährigen Besitzes des Gutes
und zur Erinnerung an meinen verstorbenen Gatten ... zwei decorative
Altarfenster.




Damit hat auch sie tiefe Verbundenheit mit dem Gemeinwesen
Marienfelde bezeugt.

Sie selber verstarb 1901 und wurde neben ihrem Gatten bestattet.

Die großzügige Grabanlage fasste man mit einem Gitter ein.

Das Grabmal des verehrten Gutsherrn und Kirchenpatron und seiner
Gattin trägt die Inschrift:
„Hier ruhet in Gott der Königliche Landes-Oekonomierath und
Rittergutsbesitzer Carl Gotthilf Adolf Kiepert, geb. am 23. August 1820
zu Berlin, gest. am 1O.Januar 1892 und seine Ehefrau Emilie Kiepert
geb. Beer, geb. am 25. Juli 1824, gest. am 14.August 1901.
"


Zusammenfassung



Sterberegister
Im Sterberegister werden die Vornamen, Familienname, Ort und Tag der Geburt, Religionszugehörigkeit und der letzte Wohnsitz und der Familienstand des Verstorbenen Ort sowie Tag, Stunde und Minute des Todes notiert.
klassizistisches Grabmal

Es war im Baustil des Klassizismus errichtet, eine kunstgeschichtliche Epoche im Zeitraum etwa zwischen 1770 und 1840.

Chorraum

Bezeichnet in der Architektur von Kirchen den Altarraum.

Pflegesohn
Ein Junge, der zur Betreuung und Erziehung von einer fremden Familie aufgenommen wird.
Stiftung
Das ist eine Einrichtung, die mit Hilfe eines Vermögens des Stifters einen festgelegten Zweck verfolgt, hier: Geld für die Beerdigungen der Gutsarbeiter.
Gattin
Bezeichnung für Ehefrau
Inschrift
Inschriften auf Grabmälern sind in den Stein eingemeißelte Sätze oder Namen, oft werden die Buchstaben zusätzlich eingefärbt oder vergoldet. Inschriften haben die Funktion, eine Information über einen langen Zeitraum bzw. unvergänglich zu fixieren.

Das Gedenken an Kiepert

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